david orlowsky trio - chamber.world.music


Für die neue CD „Chronos“ hat sich das David Orlowsky Trio viel Zeit gelassen. Das spürt man und das hört man. Das Trio ist während unzähliger Konzerte und Probenphasen noch weiter zusammengewachsen und der Ensembleklang ist geprägt vom gemeinsamen Atmen der drei Ausnahmemusiker. Orlowskys poetisches Klarinettenspiel durchmisst Klangwelten, erschaffen von Gitarre und Kontrabass, und verbindet cineastisch entrückte Stimmungsbilder mit fein groovenden Schwebetänzen. Unwirklich und doch berührend. Das Ergebnis klingt lebensbejahend, sehnsüchtig, süchtigmachend und immer wieder auch ein bisschen nach Popmusik.

2008 erhielt das David Orlowsky Trio den ECHO Klassik in der Kategorie "Klassik ohne Grenzen" für sein hochkarätiges und innovatives CD-Debüt „Noema“ bei SONY. Der Sound dieser drei Musiker fasziniert Musikfans in aller Welt. Für ihren edlen und progressiven Musikstil haben die Musiker den Begriff „Kammerweltmusik" geprägt. Sie heben die Verbindung von Kammer- und Weltmusik auf ein faszinierendes Kunstmusikniveau und erschaffen wie nebenbei einen unverwechselbaren Farbenreichtum. Das betörende Ergebnis - von der Kritik bereits als „musikalische Emotionalität in Reinstform“ beschrieben - beschert dem David Orlowsky Trio regelmäßig ausverkaufte Häuser, begeisterte Rezensionen und eine stetig wachsende Anhängerzahl im In– und Ausland. Heute zählt es zu den richtungsweisenden Ensembles im Bereich der neuen Weltmusik.

 


david orlowsky, 1981 in Tübingen geboren, begann seine musikalische Ausbildung im Alter von zehn Jahren als Schlagzeuger und wechselte erst drei Jahre später zur Klarinette. Neben seiner klassischen Ausbildung beschäftigte er sich von Anfang an intensiv  mit Weltmusik und populärer Musik und gründete im Alter von 16 Jahren das David Orlowsky Trio.

David Orlowsky zählt zu den außergewöhnlichsten Klarinettisten seiner Generation; neben der Tätigkeit mit seinem Trio widmet er sich leidenschaftlich klassischer und zeitgenössischer Kammermusik und arbeitet mit bedeutenden Komponisten der Gegenwart zusammen, wie z.B. Torsten Rasch, Matan Porat oder David Bruce.

Zu seinen Kammermusikpartnern zählten u.a. Künstler wie Sergio Azzolini, Daniel Hope, Andreas Haefliger und das Vogler Quartett.
Er  war auf allen namhaften Festivals zu Gast wie z. B. dem Schleswig-Holstein Musikfestival, Lucerne Festival, Gidon Kremers Lockenhausfestival oder dem Moritzburg Festival.

Er studierte klassische Klarinette bei Prof. Manfred Lindner an der Folkwang-Hochschule in Essen sowie bei  Charles Neidich und Ayako Oshima an der Manhattan School of Music in New York City. Im Jahr 2008 gab er dort sein US Debüt mit dem Klarinettenquintett von W.A. Mozart in der Carnegie Hall.

Für sein Projekt „Jeremiah“ mit dem Vokalensemble „Singer Pur“ widmete er sich der Vokalmusik von Palestrina und Gesualdo und wurde dafür 2011 erneut mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. David Orlowsky nimmt exklusiv für Sony Classical auf.

jens-uwe popp studierte klassische Gitarre in Lübeck und Hamburg. Im „Hamburger Gitarrenduo“ mit Michael Bentzien war er mehrfach Preisträger bei internationalen Kammermusikwettbewerben.

Seine ausgeprägte Leidenschaft für Kammermusik und sein Gefühl für unterschiedliche musikalische Stile auch jenseits der Klassik führten zur langjährigen Zusammenarbeit mit außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeiten wie Efim Jourist und Giora Feidman.

Seit 2005 ist Jens-Uwe Popp Mitglied im David Orlowsky Trio. Darüber hinaus konzertiert er solistisch und im Kibardin-Quartett, dem
Nachfolgeensemble des Efim Jourist Quartetts. 2011 veröffentlichte er seine erste Solo-CD unter dem Titel „Oremus“.

florian dohrmann, 1972 in Tübingen geboren, studierte Kontrabass im Fachbereich Jazz und Popularmusik an der Musikhochschule Stuttgart. Kammermusikalischer Jazz mit eigenen Kompositionen ist der Schwerpunkt seiner Ensemblearbeit. Er gründet schon vor dem Studium eigene Ensembles (u. a. „Modern Walkin' mit Rainer Tempel), mit denen er seine Musikideen verwirklicht, Aufnahmen mit eigenem Material veröffentlicht und europaweit konzertiert. Ab der Gründung des „David Orlowsky Trios“ 1997 konzentriert er sich konzeptionell und kompositorisch auf die Mitgestaltung dieses Ensembles. 2004 veröffentlichte der Verlag „Advance Music“ eine Auswahl seiner Kompositionen innerhalb des Notenbuches „Klezmania“. 2011 erscheinen die Notenbücher „Noema“ und „Nessiah“.

Wann immer er Zeit findet, kehrt er zu seinen Wurzeln im Jazz zurück. Er nimmt als Sideman für unterschiedliche Produktionen auf oder widmet sich eigenen Produktionen. So gründet er 2006 das „Florian Dohrmann Quartett“ und veröffentlicht mit dieser Cool-Jazz-Band die CD „Medium Dry“.